Naturschutz für Demokratie und Vielfalt

© NAJU RLP
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Die Demokratie ist herausgefordert, denn extrem rechte Ideologien gewinnen an Zulauf. Alte und neue rechte Gruppierungen versuchen Natur- und Umweltschutzthemen zu vereinnahmen, um damit in die Mitte der Gesellschaft zu gelangen. Sie nennen sich „natürlich deutsch“ oder sprechen von „Heimatschutz“ und verbinden so Naturbegriffe mit Nationalismus. Gleichzeitig zweifeln sie den wissenschaftlichen Konsens vom menschengemachten Klimawandel an.

 

In der NAJU ist kein Platz für die Vereinnahmung von Naturschutz durch rechte Gruppierungen und es sind alle Menschen willkommen unabhängig von Herkunft, Aussehen, Geschlecht, Glauben oder Beeinträchtigung.

Damit das so bleibt, bieten wir in 2021 Fortbildungen an, die uns Wissen verschaffen, wie rechte Strukturen Naturschutz instrumentalisieren, wie wir uns dagegen wehren und wie wir pädagogisch diskriminierungssensible Räume schaffen.

 

Workshop „Naturschutz und Rechtsextremismus“ am 25.5.21 von 18-21 Uhr ONLINE *:

Immer wieder sind demokratische Akteur*innen des Natur- und Umweltschutzes sowie des (ökologischen) Landbaus mit Kooperationsanfragen, Vereinnahmungsstrategien und Unterwanderungsversuchen von rechts konfrontiert. Welche Beweggründe haben extrem rechte Akteur*innen sich in diesen Themenfeldern zu engagieren? Welche Ziele verfolgen sie?

Ein Referent der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) sensibilisiert uns für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten Ideologien. Wir lernen demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren. Darauf aufbauend erarbeiten wir  Handlungsoptionen im Sinne einer Prävention und Intervention an alltagsnahen Beispielen für die Vereinsarbeit.

 

Waldspaziergang „Mythos Deutscher Wald“ am 11. September 13-17 Uhr in Mainz *:

Der Wald ist nicht nur Ökosystem, sondern als „Deutscher Wald“ auch ideologisch aufgeladenes Motiv. Schon seit der Romantik und vor allem im Nationalsozialismus diente er als Begründung einer untrennbaren Verbundenheit zwischen einer „deutschen Volksgemeinschaft“ und der „deutschen Landschaft“.

 

Bei einem Spaziergang im Lennebergwald in Mainz gibt uns eine Referentin von FARN Einblick in die Waldgeschichte in Deutschland und zeigt, wie der Wald immer wieder für menschenverachtende, rassistische und faschistische Ideologien benutzt wurde. Auch heute beziehen sich extrem rechte Gruppierungen auf den Wald, um ihre völkischen Ideen von Heimatliebe, Nationalismus und dem Kampf gegen das vermeintlich Fremde zu verbreiten.

 

Der Workshop zeigt, dass es sich lohnt für einen sozialen, menschenbejahenden, demokratischen Natur- und Umweltschutz aktiv zu sein.

 

„Ökologie in der neuen Rechten“ am 2.11.21 von 18-21 Uhr ONLINE *:

Nicht nur bekennende Anhänger*innen des Nationalsozialismus, sondern auch die sogenannte „Neue Rechte“ beschäftigt sich mit ökologischen Themen. Oft werden bei ihnen rückwärtsgewandte Konzepte mit progressiven Elementen wie zum Beispiel Postwachstumsökonomie, Bioregionalismus und Nachhaltigkeitskonzepten verbunden. Das Seminar beleuchtet die Argumentationsweisen neu-rechter Akteur*innen und Gruppierungen und wirft einen Blick auf deren mediales Erscheinungsbild. Ein Referent von FARN informiert uns über unterschiedliche neu-rechte Akteur*innen, deren Engagement für Natur- und Umweltschutz und über rechtsextreme Argumentationsmuster, die auf den ersten Blick gar nicht so leicht als solche zu erkennen sind. Gemeinsam lernen wir, wie wir unsere  eigenen Veranstaltungen nachschärfen können, um uns dabei eindeutig von "Rechts" abgrenzen.

 

 „Vorurteile und Stereotype mit Kindern reflektieren“ am 6.11. von 10-14 Uhr in Mainz:

(pädagogisches Seminar, anerkannt für die JuLeiCa)

 

Bei Freizeiten und in Kindergruppen ist unser Ziel, einen möglichst diskriminierungssensiblen Raum zu gestalten und anzubieten. Leider gelingt das nicht immer, da Kinder von klein auf lernen, welche Machtverhältnisse es in unserer Gesellschaft gibt, und welche Position sie darin innehaben. Dies kann immer wieder zu Konflikten führen, bietet aber auch die Chance, über Vorurteile, Stereotype und Machtverhältnisse zu sprechen.

 

In der Fortbildung erarbeiten wir verschiedene Interventionsmöglichkeiten mit Blick auf folgende Fragen:Wie können wir Kinder für die Ausiwkrungen ihres eigenen Handelns und Sprechens auf andere sensibilisieren? Wie fördern wir Empathie? Wie stärken wir sie darin, sich untereinander zu unterstützen?

 

 

Weitere Workshops in Planung :

  •  „Geschlechtergerechtigkeit“ (pädagogisches Seminar, anerkannt für die JuLeiCa)

* Für die Beschreibung der Workshops siehe auch die Homepage von FARN.

 

Anmeldung

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Die NAJU vor Ort

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Die NAJU in Rheinland-Pfalz

NAJU (Naturschutzjugend im NABU)

im NABU Deutschland e.V.

Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz

Frauenlobstr. 15-19

 55118 Mainz

 

Telefonisch sind wir wie folgt zu erreichen:

Montag-Donnerstag: 11:00 - 16:00 Uhr

Telefon: (06131) 14039-27

Fax: (06131) 14039-28

 

per Mail: info(at)naju-rlp.de


Die NAJU

NAJU (Naturschutzjugend im NABU)

im NABU Deutschland e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Karlplatz 7

10117 Berlin

Telefon:  030 - 65 21 37 52 0

Telefax:   030 - 65 21 37 52 99

www.naju.de